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Drohende Pflegebedürftigkeit: Was ist zu tun?

Wenn nach einem Unfall oder einer Krankheit das Leben auf den Kopf gestellt wird, gilt es für Angehörige, die Ruhe zu bewahren und die ersten Schritte für eine fürsorgliche Pflegehilfe in die Wege zu leiten.

  • Pflegegrad beantragen
  • Wohnsituation klären
  • Welche Unterstützung ist die richtige Pflegehilfe?

In manchen Fällen sind die Betroffenen noch in medizinischer Behandlung, so dass es unumstößlich ist, sich die nötigen Vollmachten frühzeitig ausstellen zu lassen. Damit gehen Sie bürokratischen Hürden aus dem Weg.

Eine Generalvollmacht berechtigt Angehörige im Notfall, alle alltäglichen Entscheidungen im eigenen Sinne zu treffen.

Vor allem die Vollsorgevollmacht ist hierbei von besonderer Bedeutung. Es lassen sich dabei alle Entscheidungen treffen, die bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen allein nicht mehr möglich sind. Dazu zählen:

  • Alle finanziellen Belange
  • Wahl des Wohnortes
  • Alltägliche Entscheidungen, die rechtsfähiges Denken und Handel voraussetzen

Ein weiteres wichtiges Dokument ist die Betreuungsverfügung. Sie legt fest, welche Person zum Wohl des Betroffenen handeln darf. In diesen Bereich gehören auch Festlegungen, die hinsichtlich der Pflegehilfe getroffen werden müssen.

Die Patientenverfügung regelt alle Bestimmungen der medizinischen Behandlung. Wenn keine eigene Willensäußerung mehr möglich ist, entscheiden ohne eine Patientenverfügung die Mediziner über das weitere Vorgehen.

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Bestellung

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Lieferung

In der Regel erhalten Sie Ihre Bestellung in kürzester Zeit direkt nach Hause bzw. zum gewünschten Einsatzort.

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Beantragung

Direkt nach Abschluss Ihrer Bestellung leiten wir für Sie die Beantragung und Abrechnung bei der Pflegekasse ein. Sie brauchen sich um zu nichts kümmern.

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Abwicklung

Sie erhalten monatlich Ihr PflegehilfeSet, das Sie bequem an Ihre Bedürfnisse anpassen können. Es gibt keine versteckten Kosten und keine Vertragsbindung.

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Pflegegrad Pflegegeld Pflegesachleistungen Teilstationäre Pflege Vollstationäre Pflege 1 125 Euro — — — 2 316 Euro 689 Euro 689 Euro 770 Euro 3 545 Euro 1298 Euro 1298 Euro 1262 Euro

Wohnsituation klären
Je nachdem, wie schwerwiegend die Pflegebedürftigkeit ist, kann es für den Betroffenen nötig sein, den Wohnort zu wechseln. Der Gesetzgeber fördert in besonderem Maße die häusliche Pflege und somit die Pflegehilfe durch ambulante Pflegedienste und pflegende Angehörige, allerdings ist in manchen Fällen eine professionelle Pflegehilfe notwendig. Für eine fürsorgliche Betreuung stehen mehrere Optionen zur Auswahl.

  • Stationäre Einrichtung
  • Wohngemeinschaft
  • Häusliche Pflege

Welche Unterstützung ist die richtige Pflegehilfe?

In Abhängigkeit, wie sich der Pflegebedürftige im Alltag bewegt, kommen diese unterschiedlichen Pflegeformen infrage.

Stationäre Pflege
Die Unterbringung in einem Pflegeheim erfolgt im Zusammenhang mit einer umfänglichen pflegerischen Betreuung. Die Betroffenen wohnen in Ein- oder Zwei-Bett-Zimmern und erhalten zu jedem Tages- und Nachtzeitpunkt die erforderliche Pflegehilfe, soziale Betreuung und auch die nötige Unterstützung bei der eigenen Haushaltsführung. In den vergangenen Jahren hat sich die Art und Weise der Pflegehilfe soweit gewandelt, dass Pflegebedürftige ihren Alltag eigenständig bestimmen können und die Pflegehilfe bedürfnisorientiert stattfindet.
Die Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung kann unabhängig vom Pflegegrad erfolgen und bedarf lediglich einer ärztlichen Bescheinigung. Dabei wird lediglich die pflegerische Verantwortung in die Hände von geschulten Fachkräften gegeben, die moralische Verantwortung obliegt weiter bei der Familie.

Häusliche Pflege
Die Betreuung in den eigenen vier Wänden ist für die meisten Betroffenen die erste Wahl, da sie in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können und auch die sozialen Kontakte nicht vernachlässigen müssen. Neben der Pflege durch die Angehörigen kann auch ein ambulanter Pflegedienst umfassende Pflegehilfe übernehmen.
Je nachdem welcher Pflegegrad vorliegt, übernimmt die Pflegekasse die Leistungen, die vollbracht werden. Die Abrechnung erfolgt bei anerkannten ambulanten Pflegediensten in der Regel zwischen dem Leistungserbringer und dem Leistungsträger. Zusätzliche Tätigkeiten muss der Pflegebedürftige eigenständig finanzieren.

Pflegehilfe in einer Wohngemeinschaft
Eine gute Alternative zwischen der häuslichen Pflege und der Betreuung in einer stationären Einrichtung ist die Pflege in einer Wohngemeinschaft. Das soziale Gefüge ist so gestaltet, dass alle dort lebenden Parteien voneinander profitieren. Die Pflegebedürftigen werden automatisch in alle Handlungen eingebunden – so wie es anhand ihrer körperlichen und geistigen Verfassung möglich ist. Zugleich haben alle Gepflegten die Möglichkeit, ihren Alltag selbstbestimmt zu planen und soziale Interaktion ist immer gegeben.
In einer betreuten Wohngemeinschaft ist für die Pflegehilfe jederzeit fachlich geschultes Personal anwesend. Die Pflegekräfte können jederzeit Pflegehilfe bei allen Erkrankungsbildern leisten. Unterstützung im Alltag, bei der Haushaltbewältigung, aber auch bei dementiellen Dysfunktionen, Ernährungsstörungen oder Inkontinenz gehören zu ihrem Aufgabenbereich.

Weitere Möglichkeiten der Pflegehilfe

In manchen Fällen ist die Pflegebedürftigkeit nicht so schwerwiegend, dass die Betreuung gleich in einer externen Einrichtung erfolgen muss. Jedoch gibt es Situationen, in denen sich die pflegenden Angehörigen wohler fühlen, wenn die Betroffenen unter Aufsicht sind. So können die Angehörigen ihrem regulären Beruf weiterhin nachgehen oder auch während einer Urlaubsreise ist der Pflegebedürftige weiterhin betreut. Die Pflegehilfe kann in solchen Zeiten in unterschiedlichen Varianten erfolgen:

  • 24-Stunden-Pflege: Die Betreuung erfolgt in Pflegeteams rund um die Uhr in den eigenen vier Wänden. Auch während der nächtlichen Ruhezeiten ist ein fachlich kompetenter Ansprechpartner da. Die pflegebedürftige Person ist nicht allein im eigenen Haushalt. Trotz der Betreuung rund um die Uhr kann der Pflegebedürftige ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben führen, erhält allerdings in den Bereichen, wo er Pflegehilfe benötigt, Hilfestellungen. Dabei werden die arbeitsrechtlichen Regelungen eingehalten.
  • Tages- und Nachtpflege: Die teilstationäre Pflege erfolgt hierbei zu den Zeiten, wo keine Pflegeperson den Umgang sicherstellen kann. Sie dient hierbei der Ergänzung der normalen Pflege und ist eine Kombination aus der häuslichen und der stationären Pflege. In der Tagespflege verbringen die Pflegebedürftigen den Tagesablauf auswärtig in einer Betreuungseinrichtung. Dabei können Therapien wahrgenommen werden, aber auch die Mahlzeiten sind gesichert. Die Nachtpflege erfolgt zur Ruhezeit stationär und ermöglicht somit den Pflegebedürftigen und dem pflegenden Angehörigen eine ruhige Nacht. Die Tages- und Nachtpflege dient einerseits zur Verhinderung der Heimunterbringung, kann allerdings auch einen sanften Übergang dahingehend bieten.
  • Verhinderungs- oder Ersatzpflege: Die pflegende Person hat natürlich einen Anspruch auf die eigene Erholung. Nicht selten unterliegen sie einer Mehrfachbelastung aus Beruf, eigener Familie und der häuslichen Pflege, so dass auch sie Kraft tanken oder eigene Krankheiten auskurieren müssen. Von der Pflegekasse werden bis zu 42 Tage im Kalenderjahr für diese Pflegehilfe gewährt. Dafür kann ein ambulanter Pflegedienst konsultiert werden, der die Tätigkeiten der häuslichen Pflege übernimmt.
  • Kurzzeitpflege: Die Pflegehilfe ist auf maximal vier Wochen im Kalenderjahr beschränkt. Für den Fall, dass bisher noch keine Leistungen der Verhinderungspflege in Anspruch genommen wurden, lässt sich so der Zeitraum erweitern. Die Kurzzeitpflege dient ebenfalls zur Entlastung der pflegenden Angehörigen und beinhaltet alle Hilfestellung der häuslichen Pflege. Die Pflegehilfe kommt vorwiegend zum Einsatz, wenn eine langsame Gewöhnung an eine vollstationäre Pflege erfolgen soll oder in bestimmten Ausnahmesituationen eine reine häusliche Pflege nicht gewährleistet werden kann.
  • Ausländische Pflegekräfte: Eine Pflegehilfe aus dem europäischen Ausland ist für viele Pflegebedürftige eine Möglichkeit, eine umfassende Betreuung zu erhalten. Da sie häufig nicht bei der Pflegekasse anerkannt sind, müssen die entstehenden Kosten vom Pflegebedürftigen selbst getragen werden. In manchen Fällen kann die Lösung günstiger erscheinen, da er ja Pflegegeld bezieht und keine Kosten für die Betreuung durch eine ambulante Pflegehilfe anfallen. Eine ausländische Pflegehilfe muss den gesetzlichen Mindestlohn erhalten und es muss die Einhaltung der Ruhe- und Erholungszeiten gewährleistet werden. Um auch rechtlich auf Nummer sicher zu gehen, sollten sich pflegende Angehörige mit einem ausländischen Pflegedienst oder einer spezialisierten Pflegeagentur auseinandersetzen.
Hinweis

Alle Informationen auf dieser Seite sind ohne Gewähr, da sie gesetzlichen Änderungen unterliegen.

Die aktuellsten Gesetze und Informationen zum Thema Pflege beim Bundesministerium für Gesundheit finden Sie hier hier »

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