Inkontinenz: Standards in der Pflege

Harn- und Stuhlinkontinenz ist für den Betroffenen eine unangenehme Diagnose. Nicht nur im Alter, auch als Folge von schweren Krankheitsverläufen oder nach einem Unfall kann der unkontrollierte Verlust von Harn und Stuhl auftreten. Ist der Patient zusätzlich noch pflegebedürftig, kommt auf die Pflegekraft ein entsprechender Mehraufwand zu.

Standard Systeme ist seit vielen Jahren Experte für die Pflege von Menschen und wir möchten Ihnen einen kurzen Überblick über die Standards bei Inkontinenz in der Pflege geben.

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Inkontinenz in der Pflege: Standards im Umgang mit dem Patienten

Die vorgeschriebenen Expertenstandards bei Inkontinenz haben zum Ziel die Harnentleerung zu steuern. Neben der Förderung der allgemeinen Mobilität stehen als Standards bei Inkontinenz in der Pflege vor allem Versorgung und langfristig die Kompensation und Reduzierung im Vordergrund. Mit den Pflegemaßnahmen lässt sich der unkontrollierte Verlust sogar beseitigen.

In den Standards bei Inkontinenz in der Pflege sind verschiedene Schritte einzuhalten, um einen erfolgreichen Umgang zu erreichen und therapeutische Maßnahmen wirken zu lassen.

      1. Identifizierung der Inkontinenz

        Die medizinische Diagnose ist ein erster Schritt zum Erkennen einer Inkontinenz. Darüber hinaus führt ein Fragenkatalog, der zu den Standards der Inkontinenz gehört, ergänzend zur genauen Definierung. Für die pflegenden Kräfte ergeben sich aus den Antworten auch die Maßnahmen, die sie ergreifen müssen.

        • Verlieren Sie ungewollt Urin?
        • Bei welchen Tätigkeiten verlieren Sie Urin?
        • Tragen Sie bereits spezielle Einlagen, um den Urin aufzufangen?
        • Leiden Sie unter häufigem Harndrang?
        • Können Sie leicht wasserlassen?

    Ziel des Standards bei Inkontinenz ist es, die Kontinenz zu erhalten. Dabei darf es nicht zu einer Verschlechterung des Zustandes kommen, im Idealfall wird eine Verbesserung herbeigeführt. Erhaltung der Kontinenz bedeutet, dass der Betroffene in der Lage ist, an einem gewünschten Ort zu einer gewünschten Zeit die Blase zu entleeren. Liegt eine Inkontinenz vor, tritt der Harnverlust willkürlich auf.

      1. Struktur- und Prozesskriterien der Pflegeeinrichtung

        Um den Standard bei Inkontinenz erfolgreich umzusetzen, muss die Pflegeeinrichtung mitwirken und logistische Maßnahmen ergreifen.

        • Die Diagnose durch die Pflegekräfte muss fehlerfrei erfolgen.
        • Der Betroffene soll umfassend zu dem Thema beraten werden.
        • Fachkundige Pflegekräfte müssen hinsichtlich der Förderung der Kontinenz geschult werden.
        • Das Umfeld zur Kontinenzförderung muss gegeben sein.
        • Die Pflegeeinrichtung muss ausreichend Personal zur Verfügung haben.
        • In der Einrichtung müssen Hilfsmittel und Material zur Förderung der Kontinenz vorhanden sein.
      2. Struktur- und Prozesskriterien der Pflegekraft

        Die Pflegekraft selbst muss die fachlichen Voraussetzungen erfüllen, Inkontinenz zu erkennen, zu differenzieren und zudem nach den Standards für Inkontinenz die Kontinenz wiederherzustellen.

        • Anzeichen eines willkürlichen Harn- und Stuhlverlustes muss die Pflegekraft richtig deuten.
        • Mit Hilfe des Fragenkataloges und des medizinischen Bildes muss sie eine genaue Einschätzung abgeben können.
        • Die Planung des Pflegeprozesses erfolgt aus eigenem Fachwissen und aus eigener Kraft. Dabei müssen die Standards bei Inkontinenz umgesetzt werden.
        • Die Einführung von Maßnahmen, deren Evaluation und eventuelle Anpassung werden von der Pflegekraft vorgenommen.
      3.  

 

Maßnahmen bei Inkontinenz

Die Durchführung erfolgt auf drei unterschiedlichen Ebenen. In manchen Fällen kann die Kontinenz mit Medikamenten oder einer operativen Behandlung hergestellt werden. Damit wäre das Pflegeziel erreicht und es müssen keine weiteren therapeutischen Maßnahmen ergriffen werden.

Die pflegerische Versorgung mit regelmäßigem Toilettentraining, einer umfassenden Beratung und der Ausstattung mit Hilfsmitteln wäre der zweite Schritt der Standards bei Inkontinenz. Nach einer vorgegebenen Therapiezeit werden die Fortschritte hinsichtlich der Ziele evaluiert. Im besten Fall ist das Pflegeziel erreicht.

Der letzte Schritt wäre eine physikalische Therapie. Dazu gehört spezielles Beckenbodentraining oder die Elektrostimulation. Anschließend erfolgt erneut eine Evaluation.

Standards bei Inkontinenz: Hilfsmittel von Standard Systeme

Als Experte für Gesundheitswesen bietet Ihnen Standard Systeme Hilfsmittel und unterstützende Systeme für die Erhaltung der Mobilität. Dazu gehört auch das PflegehilfeSet, welches Pflegebedürftigen nach dem § 40 SGB Elf (SGB XI) per Gesetz zusteht. Dabei erhalten Sie eine monatliche Pauschale in Höhe von 40 Euro, die Sie für einmalige Hilfsmittel zum Verbrauch nutzen können. Saugende Bettschutzeinlagen oder Einmalhandschuhe, nur zwei Bestandteile unserer vorkonfigurierbaren PflegehilfeSets, können dabei auch bei Inkontinenz eingesetzt werden.

Bei allen Fragen rund um die Pflegebedürftigkeit und die Pflegehilfsmittelpauschale stehen wir Ihnen telefonisch zur Verfügung.

Standards bei Inkontinenz: Kontinenzprofile richtig behandeln

Ziel ist die Herstellung der Kontinenz. Dabei geschieht das Abgehen von Harn und Stuhl gewollt und willkürlich. Jedoch ist dies nicht immer der Fall. Bei den unterschiedlichen Kontinenzstufen müssen beim Auftreten bestimmter Merkmale neue Maßnahmen ergriffen werden. Bei den ersten Anhaltspunkten ist ein Ausscheidungsprotokoll ratsam, um einen Überblick über die Situation zu erhalten. Im Normalfall gehört das Erkennen des Kontinenzprofiles zur fachlichen Ausbildung von Pflegekräften. Wir möchten Ihnen dennoch eine kurze Zusammenfassung mitgeben:

Hinweis

Alle Informationen auf dieser Seite sind ohne Gewähr, da sie gesetzlichen Änderungen unterliegen.

Die aktuellsten Gesetze und Informationen zum Thema Pflege beim Bundesministerium für Gesundheit finden Sie hier hier »

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